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Philippe Giroud ist Polsterer ... Polsterentwickler. Und diese zweite Bezeichnung ist sehr wichtig! In den Polsterwerkstätten ist es seine Aufgabe, die bestmögliche Methode zur Polsterung eines Modells zu entwickeln (der letzten Etappe der Herstellung eines Sitzmöbels), bevor dieses in die Serienproduktion geht. Dabei hat er sich an die Originalzeichnung zu halten – die manchmal sehr komplex ist – und an die Anforderungen von Ligne Roset an Komfort und Qualität der Verarbeitung. Philippe Giroud verrät uns die Geheimnisse der Herstellung eines ikonischen Modells: des Sessels Jupiter von Pierre Guariche.
«Denn diese letzte Etappe des Polsterns setzt voraus, dass man alle Fertigungsabläufe kennt, die bei der Herstellung eines Sitzmöbels aufeinander folgen: das Gestell, das Kleben, das Schäumen oder auch das Nähen. So können wir die richtigen Kompromisse eingehen und bestimmte Schritte anpassen, z. B. etwas an dem Polster ändern, um die Arbeit der Näherei zu erleichtern. Dieses Hin und Her, zwischen dem Entwicklungsbüro [das die ersten Prototypen erstellt, an denen alle arbeiten] und den verschiedenen Arbeitsschritten in der Werkstatt, ist entscheidend, um die beste Lösung zu finden. Manchmal müssen wir auch unsere Werkzeuge anpassen oder uns neue ausdenken. Dies gilt umso mehr, als es sich bei Reeditionen um technisch äußerst anspruchsvolle Produkte handelt. Wir haben da keinen Handlungsspielraum. Man muss sich wirklich anpassen. Manchmal müssen wir die Mitarbeiter sogar dazu bringen, ihre Fähigkeiten zu verbessern, wie es bei dem Modell Jupiter der Fall war. Da ist die Erfahrung derer, die es machen, unersetzlich.»
Und in 26 Jahren hat Philippe Giroud viel Zeit gehabt, diese Erfahrung zu sammeln. Als er 1998 in die Produktion eintritt, lernt er, alle Modelle zu fertigen, vor allem die technisch anspruchsvollsten und schwierigsten Modelle mit Polsterung, diejenigen, die mehr Zeit und Überlegung erfordern. Das war, bevor er Ausbilder für Polsterer wurde. Präzision ist eine Sache von Millimetern, um die Kurve einer Kante oder die Sitzfläche eines Stuhls einzuhalten. Je nach Material muss man jeden Handgriff anpassen. «Man sucht nach Geschmeidigkeit und Ästhetik. Bei scharfen Kanten oder Holz ist es letztlich recht einfach, aber Schaumstoff bleibt weich. Und hier ist es eine Frage des Gefühls. Die Hand führt uns. Je nachdem, ob man Textilien oder Leder bearbeitet, ist die Fertigung sehr unterschiedlich. Und bei Leder sind die Einstellungen von einer Haut zur anderen jedes Mal anders. Aber es ist auch diese Notwendigkeit der ständigen Anpassung, die den Beruf so interessant macht.»
Jedes Modell hat seine eigenen Anforderungen, und man muss geschickt Industrie und Handwerk miteinander verbinden. Wenn die Schale aus Polyurethanschaumstoff des Modells Jupiter in der Polsterwerkstatt ankommt, müssen die Schaumstoffe, die für Komfort sorgen, aufgeklebt werden. Die letzte Schicht wird von Hand mit einer vor Ort entwickelten Schablone und einer kleinen Säge geformt. Beim finalen Polstern mit Stoff werden elastische Textilien verwendet. Bei der Arbeit mit Leder wird der Bezug aus mehreren Teilen zusammengesetzt, um die komplexen Kurven des Modells zu berücksichtigen, aber auch, um Material einzusparen. Kurz gesagt, hundertmal neu ansetzen. Bis zur Perfektion ist es ein langer Weg. Aber die Zufriedenheit mit der gut gemachten Arbeit liegt genau darin.
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