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Ghyslaine Vieux ist eine der langjährigsten Näherinnen in den Fertigungsateliers von Ligne Roset. In fast 16 Jahren Berufserfahrung hat sie zahlreiche Modelle angefertigt und dabei Leder, Alcantara, Keder und die verschiedensten, manchmal unglaubliche Textilien miteinander verbunden. Immer mit präziser Geste, Lernbereitschaft und einer ansteckenden guten Laune: Jeder Sitzbezug ist ein neues Abenteuer in Sachen sorgfältiges Arbeiten. Sie verrät uns die Nähgeheimnisse eines mittlerweile ikonischen Modells der Kollektion: nämlich die des Ottoman, von Noé Duchauffour-Lawrence.
Nach ihrem Abschluss als Schneiderin - „ein aussterbender Beruf“, wie sie betont -, der eher auf Bekleidung ausgerichtet war, machte sie einige Abstecher in die Industrie, bevor sie 2007 bei Roset anfing. Sie lächelt: „Eine Schule der Gründlichkeit. Alles wird auf Bestellung gefertigt, mit einem hohen Anspruch. Ich arbeite übrigens nicht an allen Modellen. Jedes einzelne erfordert besondere Handgriffe.“ Und das nicht zu knapp... Es hängt von ihrer Komplexität ab, insbesondere von der Form. „Sie sind alle sehr spezifisch“, erklärt die Näherin. „Und keines von ihnen ist einfach. Manchmal klappt es beim ersten Versuch, manchmal muss man auftrennen, das kann manchmal mehrere Stunden dauern. Es gibt Tage, an denen keine einzige Naht sitzen will“.
Und dann auch die Bezugsstoffe: ihre Schwere, ihre Textur, ihre Geschmeidigkeit usw. „Von den Herausforderungen des Leders spreche ich erst gar nicht“, erklärt sie mit Schalk in den Augen. Auch wenn die Erfahrung das Arbeiten mit den Händen geschmeidiger macht. Und dann muss man sein Werkzeug gut kennen, Fäden und Nadeln im Handumdrehen wechseln können, blitzschnell vom Nähen zum Steppen übergehen. Sich die Modelle merken, auch wenn ein großer Schrank in der Werkstatt alle Montagepläne beherbergt. „Es ist ein körperlich herausfordender Beruf“, erklärt sie.
Zu ihren Lieblingsstücken gehört der Ottoman des Designers Noé Duchauffour-Lawrence. „Ich mag ihn sehr“, sagt sie. „Für mich ist er einer der schönsten, auch wenn ich ihn etwas niedrig finde. Wenn man jung ist, ist das in Ordnung, aber wenn man älter wird... [lächelt]. Dafür ist er bequem und langlebig. Die Schwierigkeit bei diesem Modell sind die Keder, die man falten und zusammensetzen muss, um sie dann nach der Montage des Gestells auf die Sitzfläche zu nähen. Wenn dieser Teil mit der Hülle zusammengenäht wird, müssen die Nähte genau übereinstimmen und aufeinander liegen. Außerdem muss die Paspelierung sehr gleichmäßig sein. Aber es ist ein leichtes Modell, was die Arbeit im Vergleich zu anderen Sitzmöbeln erleichtert“. Auch wenn es nicht immer einfach ist, das Ergebnis vorherzusehen.
Erst beim Polstern zeigt sich alles, und eventuelle Mängel können zum Vorschein kommen. Hier kommt Préverts Ausspruch „Cent fois sur le métier, remettre son ouvrage“ (Gut Ding will Weile haben) zum Tragen. Vor allem bei einem Modell aus Schaumstoff, bei dem der Stoff unter Spannung steht. Da heißt es: auftrennen, neu ansetzen, bis das Ergebnis perfekt ist. „Der Kunde muss zufrieden sein“, sagt sie und schließt mit den Worten: „Hier wird es nicht langweilig, hier gibt es genug zu tun!“.
Die Ottoman-Kollektion
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